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Cote Rotie

In den 60iger Jahren war die Fläche von Côte-Rôtie auf nur noch 50 Hektar geschrumpft. Durch die Reblaus und zwei Weltkriege fiel das Gebiet in die Bedeutungslosigkeit. Die meisten Winzer gaben auf oder überlebten nur durch andere Tätigkeiten. Den Startschuss für den Wiederaufstieg und die eigentliche Renaissance fand mit dem Spitzenjahrgang 1978 und den sich anschließenden Bewertungen und Berichten verschiedener Weinkritiker statt. Die heute trotzdem kaum mehr als 200 Hektar Rebfläche der Côte-Rôtie teilen sich weit über 100 Winzer auf, von denen längst nicht alle direkt vermarkten, sondern in vielen Fällen ihren Wein oder Ihre Trauben an den mit Abstand größten und bekanntesten Erzeuger M. Guigal liefern. Der Rest sind fast ausschließlich kleine Familienbetriebe. Das Qualitätsniveau ist hier sehr hoch, das Preisniveau aufgrund der extrem mühsamen Handarbeit an den sehr steilen Hängen allerdings ebenso.

Die Hänge der Côte-Rôtie (übersetzt „geröstete Hänge“) bestehen überwiegend aus Granit und Glimmerschiefer. Die Verwitterung ermöglicht den Wurzeln der Weinreben ein tiefes Eindringen und das Erreichen tiefer gelegener Wasserreservoirs. Der mittlere Bereich um Ampuis mit den Lagen Côte Brune und Côte Blonde ist der wichtigste Bereich, getrennt durch einen kleinen Wasserlauf. Hier liegt die Grenze zwischen zwei recht unterschiedlichen Bodenformationen. Die Côte Blonde enthält mehr Kalk und die Weine sind etwas sanfter und zugänglicher. Die Côte Brune besitzt einen etwas schwereren Boden mit mehr Lehm und Mineralien und diese Weine sind deutlich kräftiger und können teilweise besser altern. Trotz dieser generellen Unterscheidung besteht die Côte-Rôtie aus insgesamt 73 Lagen die durch Unterschiede in Mikroklima und weiteren Unterschieden in der Bodenstruktur gekennzeichnet sind.

Das Klima ist durch die nördliche Lage schon deutlich kühler als in Cornas oder Hermitage und stellt allgemein die Grenze da, an der die Syrah-Traube noch voll ausreifen kann. Die ideal ausgerichteten steilen Hänge fangen die Sonne auf (daher der „geröstete Hang“), die steinigen Böden speichern die Wärme und gleichzeitig schützt der regelmäßige Nordwind vor zu großer Hitze.

Für den stets roten Côte-Rôtie sind zwei Rebsorten zugelassen: Syrah (Mindestanteil 80 %) und kurioserweise auch eine weiße Rebsorte, nämlich die aromatische Viognier (max. 20 %).Die Bedeutung des abmildernden Viognier hat abgenommen und beträgt selten mehr als 10%, kann aber zu sehr interessanten Ergebnissen führen. Die meisten Winzer bauen ihren Côte-Rôtie allerdings sortenrein aus 100% Syrah aus. Es gibt Weltklasseweine sowohl aus den Einzellagen als auch als Assemblage aus verschiedenen Lagen.

Im Gegensatz zu Cornas oder Hermitage sind viele Côte-Rôtie Weine auch schon jung überraschend gut zu trinken. Trotzdem können sie hervorragend altern. Bernard Burgaud z.b. spricht von einer Lebensdauer seines Côte-Rôtie von rund 40 Jahren. Die besten Weine haben vom Charakter tatsächlich Ähnlichkeit mit den roten Burgundern, die der Engländer treffend mit dem Begriff „Power without weight“ beschreibt. Hohe Eleganz, aromatische Tiefe und große Komplexität zeichnen einen guten gereiften Côte-Rôtie aus.

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