Bedrock Wine Company

Morgan Twain-Peterson ist der Kopf hinter Bedrock. Er hat den Wein quasi mit der Muttermilch aufgesogen, sein Vater ist ein legendärer Winemaker und langjähriger Inhaberder Ravenswood Winery, die legendäre Zinfandel-Weine produziert hat. Morgan konnte schon im zarten Alter von fünf Jahren geschmacklich Merlot-Trauben von Zinfandel-Trauben unterscheiden und es war eigentlich logisch, dass auch er im Winebusiness landen würde. Bedrock verfügt über relativ wenig eigene Rebflächen.

Der Clou hier sind die Kontrakte und die exzellenten Kontakte zu einigen der besten Traubenfarmern in ganz Kalifornien.  Morgan Twain-Peterson ist ein großer Verfechter und Bewahrer von alten, historischen Weinlagen. Viele seiner Weine stammen von sehr alten Weinstöcken, die teilweise deutlich über 100 Jahre alt sind. "Moderne" Farmer roden alte Weinstöcke, da diese bei weitem nicht den Ertrag und damit das Einkommen jüngerer Anpflanzungen bringen. Aber junge Anlagen haben eben auch nicht die Qualität und Intensität dieser alten und oftmals auch optisch beeindruckenden Metusalems. Alte Weinstöcke haben durch die tiefe Verwurzelung auch einen ganz anderen Bezug zum Terroir, sie können es viel deutlicher in die Trauben transportieren.

Darüber hinaus ist Morgan Twain-Peterson (wie viele andere Spitzenerzeuger) ein Verfechter der geringsmöglichen Intervention bei der Weinbereitung. Für ihn entsteht die Qualität im Weinberg, nicht im Weinkeller. Er greift so wenig wie irgend möglich in den Prozess ein und läßt den Wein quasi selbst entstehen. Je besser die Traubenqualität und das Farming, desto weniger muss der Winzer im Keller tun. Ein weiteres Prinzip von ihm ist die rechtzeitige Ernte. Im Gegensatz zu anderen Gütern, wo auf maximale Reife geachtet wird, erntet er lieber etwas früher, weil diese Trauben seiner Ansicht nach das Terroir besser reflektieren. Interessant und ziemlich ungewöhnlich ist auch sein Statement beim Auslesen der Trauben. Bei den meisten Weingütern der Premiumklasse wird streng darauf geachtet, dass nur die besten und reifesten Trauben zur Weinbereitung verwandt werden. Dagegen wird auf Bedrock das Sortieren und Auslesen der Trauben versucht zu vermeiden. Morgan ist der Ansicht, dass nur die gesamte Ernte aus einer spezifischen Lage die Eigenschaften dieser Lage, das Terroir zum Ausdruck bringt. Auch nicht 100%ig reife Trauben tragen dazu bei, dass das Aromenspektrum nur umso weiter wird. Nur in unumgänglichen Fällen wie z.b. von Hagel beschädigten Trauben oder bei Fäulnisdruck wird daher eine Selektion vorgenommen. Dieser Effekt wird ja auch vom gemischten Satz, dem Field blend erreicht. Dort stehen in einer Parzelle viele unterschiedliche Rebensorten (der Lytton Springs von Ridge ist ein field blend), die alle zusammen auf einmal geerntet werden. Logischerweise haben nicht alle zum gleichen Zeitpunkt den gleichen Reifegrad. Trotzdem bzw. gerade deshalb sind diese field blends besonders interessant. Insofern macht seine These und Arbeitsweise durchaus Sinn, auch wenn sie zunächst einmal ungewöhnlich erscheint.

Es ist unschwer erkennbar, dass auf Bedrock ein eigenständiger und intelligenter Weg gefunden wurde, um eine möglichst hohe Qualität und möglichst viel Persönlichkeit in die Weine zu bekommen. Morgan Twain-Peterson entwickelt seinen ganz eigenen Stil natürlich auf der Basis der jetzt gewonnen Erkenntnisse weiter und hat dabei den großen Vorteil, auf Top-Lagen zurück greifen zu können. Nicht umsonst ist er in der amerikanischen Weinszene trotz seiner jungen Jahre schon hoch angesehen. Ich hoffe, ich werde Ihnen mit kommenden Jahrgängen auch eine größere Bandbreite seiner Weine anbieten zu können.   

Hier finden Sie alle Weine von Bedrock

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